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Anleitung zum Möbel lackieren und restaurieren

Mit dieser Anleitung wird jedes alte Möbelstück zum Hingucker. Ob auf dem Flohmarkt, im Keller oder auf dem Dachboden, überall warten alte Schränke, Kommoden und Tische darauf von Ihnen entdeckt und in ein individuelles Einzelstück verwandelt zu werden. Oft fehlt nur ein bisschen Farbe und schon passt jedes Möbelstück auch in Ihr modernes Zuhause. Ganz nach dem Motto reparieren statt neu kaufen erfahren Sie hier alles über das Lackieren von Holzmöbeln.

Was braucht man zum Möbel lackieren?

  • Grundierung, Holzisoliergrund (Sperrgrund)
  • Lack: Es gibt eine große Auswahl an Farben und Sie können sich die Farbe auch ganz nach Ihren Wünschen mischen lassen. (Farbmischservice: https://www.farbunion.at/de/farbmischservice2)
  • Farbloses Möbelwachs oder farbloser Klarlack zum Versiegeln
  • Pinsel (Mischborsten) für kleine Flächen, Verzierungen, Ecken und Kanten
  • Farbrolle für größere Flächen
  • Abstreifgitter und Lackwanne
  • Pinsel zum Staub entfernen nach dem Vor- und Zwischenschliff
  • Tuch zum Staub abwischen nach dem Vor- und Zwischenschliff
  • Malerfolie zum Schutz des Bodens vor Spritzern
  • Schleifpapier Körnung 150 – 180 für die Vorbereitung des Untergrunds
  • Schleifpapier 240 für den Zwischenschliff

Möbel richtig lackieren in 6 einfachen Schritten

1. Möbelstück und Untergrund vorbereiten

Das Möbelstück so weit wie möglich zerlegen, also Griffe abmontieren, Scharniere abschrauben und zum Beispiel die Laden aus einer Kommode nehmen. Benutzen Sie Malerfolie, um den Boden abzudecken. Wenn ein Griff oder ein Scharnier nicht abmontiert werden kann, decken Sie ihn am besten mit Folie ab.

Dann schleifen Sie das Möbelstück mit Schleifpapier (Körnung 150-180) an. Durch das Aufrauen der Oberfläche hält die Farbe besser.

Ist eine alte, teilweise abgesplitterte Lackschicht vorhanden, die keinen ebenmäßigen Untergrund bieten würde, dann kann man diese mit einem Abbeizer entfernen oder mit einem Exzenterschleifer abschleifen.

Den Schleifstaub zunächst mit einem Pinsel entfernen und dann mit einem Tuch abreiben. Die Oberfläche sollte frei von Staub sein, damit die Farbe ebenmäßig aufgetragen werden kann.

2. Grundierung auftragen

Beginnen Sie zunächst mit der Grundierung. Eine Grundierung ist vor allem bei alten Möbeln wichtig, vor allem dann, wenn weiße oder helle Farbe aufgetragen wird. Denn die weiße Farbe verfärbt sich ohne Grundierung, es entstehen gelbe Flecken. Verwenden Sie Holzisoliergrund (Sperrgrund), um ein Ausbluten des Holzes zu vermeiden.

3. Möbelstück lackieren

Jetzt wird es bunt: Rühren Sie den Lack auf und lackieren Sie das Möbelstück. Flächen können ebenmäßig mit der Farbrolle gestrichen werden. Für Ecken, Kanten und Verzierungen verwenden Sie am besten den Pinsel. Lassen Sie das Möbelstück 5 bis 6 Stunden trocknen.

4. Zwischenschliff

Wenn die erste Lackschicht getrocknet ist, führen Sie vor dem Auftragen der zweiten Lackschicht einen Zwischenschliff mit Schleifpapier (Körnung 240) durch. So können Sie Lacknasen und Unebenheiten im Lack ausbessern. Gleichmäßig in Richtung der Holzmaserung schleifen und anschließend den Staub mit Pinsel und Tuch gründlich entfernen.

5. Zweite Lackschicht 

Tragen Sie die zweite Lackschicht auf und lassen Sie diese wiederum 5 bis 6 Stunden trocknen.  

6. Versiegeln

Versiegeln Sie die lackierten Flächen mit einem farblosem Möbelwachs oder Klarlack. So ist das Möbelstück vor Abrieb und Schmutz geschützt. Lassen Sie den Klarlack nochmal 5 bis 6 Stunden trocknen.

 

Tipps zum Vermeiden von Lackierfehlern

  • Wenn das Möbelstück Füße hat, so drehen Sie es zu Beginn um und beginnen mit dem Lackieren bei den Füßen. Wenn diese fertig sind, können Sie das Möbelstück wieder hinstellen und den Rest lackieren. Hat es keine Füße, dann stellen Sie es am besten auf ein paar Hölzer, damit die untere Kante nicht mit dem Boden verklebt und absplittert. 
  • Rühren Sie den Lack auf, damit sich Pigmente und Lösungsmittel vermischen.
  • Feine Bläschen, die beim Aufrollen entstehen, lassen sich entfernen, indem man nochmal mit dem Pinsel darüber geht.
  • Bildet der Lack Nasen oder fängt er an zu laufen, haben Sie zu dick aufgetragen. Noch bevor der Lack antrocknet, über die Fläche mit einem Pinsel streichen, um überflüssigen Lack zu entfernen.
  • Sichtbare Übergänge können vermieden werden, indem eine an beiden Seiten abgerundete Rolle verwendet wird.
  • Für ein gleichmäßiges Ergebnis in Richtung der Holzmaserung von einer Seite zur anderen streichen.

Welcher Lack eignet sich zum Lackieren von Möbelstücken?

Acryllack

Acryllack auf Wasserbasis hat eine gute Deckkraft und ist im Vergleich zu Kunstharzlack geruchsarm und umweltschonender. Er kann mit Wasser verdünnt werden. Pinsel und Roller lassen sich leicht mit Wasser reinigen. 

Kunstharzlack

Kunstharzlack ist im Unterschied zu Acryllack auf Lösemitteln aufgebaut und sehr widerstandsfähig. Er lässt sich leicht verarbeiten und hat eine starke Deckkraft. Beim Streichen entstehen Ausdünstungen und ein unangenehmer Geruch. Die Farbdosen und Streichwerkzeuge müssen eigens entsorgt werden. 

Wenn Sie also einem alten Möbelstück, wie zum Beispiel einer Kommode mit etwas Farbe neues Leben einhauchen möchten, dann eignet sich Acryllack sehr gut.

 

 

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